Ernährungsrat


Gemeinsam mit Vertretern von Transition Town Frankfurt, Slow Food, Echt Hessisch, der SOLAWI Frankfurt, dem Umweltdezernat und Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main wurde der Ernährungsrat für Frankfurt am 30. August 2017 gegründet. Unser Verein fungiert als Träger des Ernährungsrates.

Mit der Erlangung unserer Ernährungssouveränität möchten wir nicht nur für den Konsum guter Lebensmittel eintreten, sondern vor allem für Lebensmittel aus regionaler und saisonaler Produktion, die im Vordergrund stehen sollen. Hierzu müßen logistische Herausforderungen gelöst werden. Viele Bio Bauern und regionale Anbieter möchten ihre Produkte in den Städten vermarkten, sei es durch Direktvermarktung, auf Bauernmärkten, in Bio Läden oder in ausgewählten Reformhäusern und Einzelhandelsgeschäften. Auf dem Land sind Initiativen zu unterstützen und zu vernetzen, die ihre Waren in die Stadt bringen möchten. Hierzu bedarf es einer Logistik, bei der auch Aspekte der Klimaproblematik zu berücksichtigen sind. Bauern müßen sich zur Vermarktung zusammenschliessen. Ab der Stadtgrenze soll versucht werden Produkte komplett klimaneutral zu transportieren. Hierzu sollen Lastenräder (mit und ohne Kühlelemente) eingesetzt werden. Auch muß die Stadt durch Lagerräume zum Austausch der Waren in den einzelnen Stadtteilen erschlossen werden. Austauschnetzwerke sind hier Food-Koops, Stadtteilgruppen, SOLAWIS und weitere Initiativen.

Der Ernährungsrat Frankfurt wird sich mit den Themen der Ernährung beschäftigen, die durch die aktiven Bürger*innen gewünscht werden. Ziel ist hierbei ein großes Netzwerk Aktiver zu schaffen.

Teil der städtischen Ernährung soll verstärkt auch durch Urban Gardening Projekte, sowie die bestehenden Kleingärten erfolgen. Gerade Kleingärtner können Teile der Stadtbevölkerung mit saisonalen Produkten versorgen. Auch hierzu werden Netze gewoben und beispielhaft Tauschbörsen geschaffen. Überzählige Produkte sollen an Menschen weitergegeben werden, die sich Bioware nicht leisten können.

Der Ernährungsrat möchte der Stadtverwaltung helfen, regionale Produkte in ausreichender Menge zu beschaffen, um Kitas und Schulen besser als bisher zu versorgen. Das gilt auch für die Versorgung von Kantinen und Krankenhausküchen.

Wir möchten in unseren Arbeitskreisen auch Ansätze für eine essbare Stadt, aber auch die Versorgung mit Trinkwasser diskutieren und Lösungen vorschlagen.

Darüber hinaus möchten wir das Bewusstsein der Bevölkerung für eine gesunde Lebensweise durch öffentlich wahrnehmbare Aktionen schärfen. Hierzu gehört es auch, verstärkt Schulbauernhofprojekte zu initiieren und bei der Umsetzung zu helfen.

Das Besondere an unserer Initiative ist, daß wir den Ernährungsrat auf dem Fundament vieler bestehender, alter wie junger Initiativen aufbauen und hier Aktive die bisher nebeneinander her arbeiteten, sinnvoll vernetzen und miteinander ins Gespräch und ins Tun bringen. Institutionen der Stadt und Wirtschaft (IHK) werden implizit einbezogen.

Profitieren soll hierdurch die Stadt als Ganzes und jede Bürger*in im einzelnen.

Ziele                      Arbeitskreise                

Unterstützt wird der Ernährungsrat Frankfurt durch die GLS Bank und die Triodos Bank sowie die Plattform Klimagourmet.