Forum Entwicklung am 16.04.19

Der letzte Strohhalm – wie verringern wir das weltweite Müllproblem?

Neue Folge der Reihe „Forum Entwicklung“ von GIZ, Frankfurter Rundschau und hr-iNFO

Dienstag,16. April 2019
18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr)
Saalbau Südbahnhof, Hedderichstraße 51, 60594 Frankfurt am Main
Der Eintritt ist frei.

Plastiktüten, Lebensmittelverpackungen, Elektroschrott: Weltweit belasten wachsende Mengen an Abfällen Mensch und Umwelt. Die Abfallströme ziehen sich rund um den Globus: Müll wird von einem Ende der Welt ans andere transportiert, gelangt über Flüsse in die Meere – die größte maritime Müllhalde soll inzwischen das Ausmaß Westeuropas angenommen haben.

Entwicklungs- und Schwellenländer sind von der Problematik besonders betroffen: Sie verfügen nur selten über eine formelle Infrastruktur, um Abfälle zu trennen und zu recyceln. Der Weltbank zufolge werden 90 Prozent des Mülls dort ungeordnet weggeworfen und verbrannt. Das gefährdet nicht nur die Gesundheit der Menschen und setzt Treibhausgase frei, es gehen auch wertvolle Ressourcen wie Metalle unwiederbringlich verloren. Verstärkt wird das Problem durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und die fortschreitende Industrialisierung vielerorts. Doch nicht nur Entwicklungs- und Schwellenländer haben ein Müllproblem. Auch Industriestaaten wie Deutschland sind von einer umfassenden Verwertungskette weit entfernt. Vor dem Hintergrund, dass die Weltbank bis 2050 von weltweit 70 Prozent mehr Müll als heute ausgeht, werden Lösungen dringend benötigt. Wie kann das globale Müllproblem verringert werden? Wo muss man ansetzen, um die Herausforderungen zu lösen? Welche Ansätze und Antworten gibt es bereits – und wo besteht konkret Handlungsbedarf?

Darüber diskutieren diese Gäste beim nächsten „Forum Entwicklung“:

  • Shary Reeves (TV-Moderatorin, Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt)
  • Dr. Rüdiger Baunemann (Verband der deutschen Kunststoff-Erzeuger)
  • Erich Groever (NGO „One Earth – One Ocean“)
  • Ellen Gunsilius (GIZ-Expertin für Umweltpolitik)
  • Moderation Tobias Schwab, FR-Redakteur